Fußballerisch war die EURO 2024 fast noch langweiliger als die Bundesligasaison 2023/24 der Männer von Eintracht Frankfurt unter Cheftrainer Dino Toppmöller, aber auch das wird hoffentlich schnell vergessen sein, wenn mit den Olympischen Spielen in Paris demnächst das eigentlich Sport-Highlight des Jahres beginnt – garantiert ohne das andauernde, verkrampfte „Sommermärchen 2.0″-Gesülze der Medien. Und wenn wir schon beim Thema sind: Auch die Eröffnungsshow an der Flößerbrücke sowie die Fan Zone am Mainufer haben einfach gar nichts mit mir gemacht. Womöglich liegt’s daran, dass ich „Sky Arena“ und „Main Arena“ zur FIFA WM 2006 miterlebt habe – man denke nur an die Inszenierung der Skyline oder an die Leinwand, die mitten im Main platziert war und das Verfolgen der Spiele von beiden Mainufern ermöglichte.
Interessanter fand ich dagegen eine kleinere Aktion, nämlich dass zwischen dem Ende der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel und dem Hauptbahnhof im Gallus die Anzeige der Fußgänger*innen-Ampeln geändert wurde. Diese zeigen noch bis zum Ende des Turniers nicht die sonst üblichen Ampelmännchen, sondern Fußball-spezifische Motive an: Bei rot einen Schiedsrichter, der eine (rote) Karte zeigt, bei grün ein Ampelmännchen, das Fußball spielt.
Dauerhaft im Einsatz sind in Frankfurt übrigens diese beiden Ampelmännchen-Variationen: An der Konstablerwache, wo gleichgeschlechtliche Paare abgebildet sind und in Sachsenhausen, wo Frau Rauscher zu sehen sind. Eine Ampel für Autofahrer*innen wurde auch schon umgestaltet, nämlich so, dass das Wappen von Eintracht Frankfurt (Rot), ein Geripptes (Gelb) und ein Marihuanablatt (Grün) angezeigt werden. Das war allerdings nichts Offizielles, sondern eine (durchaus ungewöhnliche) Streetart-Aktion und somit nur von kurzer Dauer.